Fliesen verlegen für Anfänger

Benötigte Materialien

Was benötig man um Fliesen zu verlegen? Grundsätzlich wird Werkzeug zum Verlegen und Zuschneiden der Fliesen benötigt. Hierzu zählen eine Fliesen-Brechzange, ein Fliesenhammer, eine Papageienschnabelzange, ein Fliesenschneidegerät mit Lochaufsatz, ein Steinbohrer, eine Wasserwaage, Fliesenlegerecken, Fliesenkreuze, eine Glättkelle und eine Zahnkelle. Diese Materialien findet man im Baumarkt oder man fragt bei den Nachbarn nach. Auch bei der Wahl der Fliesen sollte man die Menge großzügig kalkulieren, da beim Zuschneiden immer wieder Fehler auftreten können.

 

Vorbereitung beim Verlegen von Fliesen

Als erster Schritt sollte die gesamte Fläche, wo die Fliesen verlegt werden sollten, von Schmutz, Fett und Belagresten befreit werden. Bei großen Fliesen sollte der Boden möglichst eben sein. Hierzu kann man bei einer Kratzspachtelung eine Bodenausgleichsmasse verwenden. Die Masse sollte gleichmäßig mit einem Gummiwischer über die Unebenheiten verteilt werden. In Bereichen wie einem Badezimmer sollte der Boden mit einer Abdichtung grundiert werden.

 

Welche Verfahren nutze ich?

Bei dem Verlegen der Fliesen kann man das Floating-Verfahren verwenden, bei dem der Fliesenkleber auf den Boden aufgetragen wird, oder das Buttering-Verfahren. Hierbei wird der Fliesenkleber direkt auf die Fliese aufgetragen. Das zweite Verfahren eignet sich besonders bei Fliesen mit unterschiedlicher Dicke, empfiehlt sich als Anfänger aber nicht unbedingt. Als nächstes sollte man sich für eine Verlegetechnik, wie die Parallelverlegung oder die Diagonalverlegung, entscheiden. Hierzu kann man die Fliesen auch erst einmal lose auf den Boden legen um optisch zu entscheiden, welche Technik sich für die Fliesen am besten eignet. Mit Hilfe von Richtschnüren kann man die Linien markieren, damit die Fliesen gerade verlaufen. Zusätzlich sollte ein Startpunkt markiert werden.

 

Fliesen richtig verlegen

Als nächstes wird der Fliesenkleber aufgetragen. Dieser wird mit einer Kelle oder einem Traufel gleichmäßig aufgetragen und mit einem Zahnspachtel gekämmt. Die Bodenfliesen werden danach leicht angewinkelt in das Kleberbett abgelassen. Die Fliesen sollten mit einem Gummihammer leicht angeklopft werden, damit mindestens 80 % der Rückseite mit Kleber bedeckt ist. Durch Fliesenkreuze kann man testen, ob der Abstand zwischen den Fliesen richtig gesetzt ist. Die Randfliesen müssen beim Verlegen noch zusätzlich zugeschnitten werden. Dies wird durch ein Fliesenschneidegerät mit Lochaufsatz ermöglicht. Die Fliesenbrechzange bietet eine preiswertere Methode zum Schneidegerät von Fliesen. Bei Rohrdurchführungen kann an mit einem Steinbohrer Löcher in einem Kreis in die Fliese bohren und die Aussparung mit einer Papageienzange herausbrechen. Die Zwischenstege können mit einem Fliesenhammer herausgeschlagen werden.

 

Das Verfugen nach dem Verlegen

Nachdem der Fliesenkleber sich verfestigt hat, kann man die Fliesen mit Fugenmörtel verfugen. Wenn der Fugenmörtel leicht angetrocknet ist, sollte man die Fliesen mit einem Schwamm und nicht zu viel Wasser von allen Unreinheiten reinigen. Eine andere Methode ist den Zementschleier nach ca. zwei Wochen mit einem speziellen Entferner zu beseitigen. Die Eck-Fugen werden am Ende mit Silikon verfugt. Insgesamt lässt sich sagen, dass man sich vor dem Verlegen von Fliesen beraten lassen sollte, um Fehler zu vermeiden, oder sich ein grundlegendes Wissen aneignen sollte.